Seit heute ist eine Dokumentation von Vladimir und mir bei akademie.de abrufbar:
Was Sie als "Redakteur" bei WordPress alles tun können: Zugriffsrechte und Funktionen
Konkret geht es darum zu zeigen, wie man mit WordPress 2.7 als Redakteur einen Artikel mit dem visuellen Editor verfasst bzw. veröffentlicht.
Nachtrag: diese Anleitung gilt natürlich auch für die Version 2.8., 2.9, 3.0 und 3.1.
Ich habe seit dem Erscheinen der Version 2.7 mehrere Weblogs auf die Version 2.7 aktualisiert. Dabei waren bei den verschiedenen Instalaltionen, die Versionen 2.2 bis 2.6 im Einsatz. Seit langer Zeit habe ich mir eine recht ausführliche Vorgehensweise angeeignet, wenn es darum geht, bei einem manuellen Update mehrere Versionen zu überspringen z. B. von 2.3 auf 2.7 oder im allgemeinen wenn es Änderungen in der Datenbank-Struktur von WordPress gab. So schaut die ausführliche Vorgehensweise aus: (weiterlesen …)
Eine Galerie in einen WordPress-Artikel einzufügen ist im Prinzip relativ einfach, ich habe dies schon einmal in dem Artikel Eine WordPress-Galerie anpassen beschrieben. Mit der Version 2.7 ist hinzugekommen, dass einige der Einstellungen, die eine Galerie betreffen schon beim Einfügen der Galerie angegeben werden können.
Die möglichen Angaben sind:
Wenn man "mehr" möchte muss man allerdings wie bisher händisch eingreifen.
Galerien können selbstverständlich sowohl in Artikeln wie auch auf Seiten eingefügt werden. Die Vorgehensweise ist dabei identisch.
Wer hat sich nicht schon darüber geärgert, dass einem im Nachhinein auffällt, dass man bei mehreren Artikeln etwas – das gleiche – ändern möchte. Seit der Version 2.7 gibt es die Möglichkeit der Massenbearbeitung von Artikeln oder Seiten.
Um mehrere Artikel zu bearbeiten wählt man Sie mit einem Häkchen aus der Übersichtseite aus welche Artikel man bearbeiten möchte. Dann wählt man über der Liste aus dem Dropdownfeld die Option "Bearbeiten" und klickt dann auf den Button "Übernehmen". Dadurch öffnet sich ein Feld, in dem die zu bearbeitenden bzw. ausgewählten Artikel aufgeführt sind.
Jetzt kann man die folgenden Angaben verändern: Kategorie, Tags, Autor, sind Kommentare erlaubt, Stauts, Pings, Sticky. Bie Seiten kann man die folgenden Angaben verändern: Autor, Eltern, Template, Kommentare, Status, Pings.
Bei der Massenbearbeitung gibt es allerdings auch Abstriche, die man machen muss. So kann man zwar mehreren Artikeln gleichzeitig einen bestimmten Tag zuweisen, man kann diesen aber nicht wieder löschen. Zudem bekommt man bereits zugewiesene Tags auch nicht angezeigt. Das gleiche gilt auch für die Kategorie. Bei der Massenbearbeitung von Seiten hat man das gleiche Problem.
Diese Funktion ist trotz ihrer Defizite eine praktische Möglichkeit mehrere Artikel/Seiten auf einmal zu bearbeiten. Hier zeigt sich zudem noch das Entwicklungspotential von WordPress für kommende Versionen.
Seit der Version 2.7 hat man mit WordPress die Möglichkeit verschiedene Meta-Angaben eines Artikel oder einer Seite "inline" zu bearbeiten. Das bedeutet, dass man für die Bearbeitung nicht mehr den eigentlichen Artikel bzw. die Seite aufrufen muss, sondern dies auf den Übersichtsseiten machen kann.
Um einen Artikel mit "QuickEdit" zu bearbeiten fährt man mit der Maus auf der Backendseite "Artikel – Bearbeiten" einfach über die Zeile mit dem entsprechenden Artikel. Dadurch erscheinen die folgenden Links: Bearbeiten (führt in den Bearbeitungsmodus des Artikels), QuickEdit, Löschen, Vorschau. Der Link QuickEdit öffnet einen Bereich in dem man nun die unterschiedlichsten Angaben ändern kann.
Dazu gehören die folgenden Angaben: Titel, Titelform, Datum der Veröffentlichung, Autor, die Sichtbarkeit des Artikels (Passwortschutz, privat), Kategorie, Tags, Diskussionsoptionen (Kommentare und/oder Pings erlaubt), der Status und die Option "sticky".
Durch diese neue Funktion kann man wirklich "quick" einen Artikel "editieren". Eine gelungene Erweitererung der Fähigkeiten von WordPress.
Das Dashboard – die sogenannte Eingangsseite zum Backend, also zum Administrationsbereich von WordPress – wurde um zwei Module erweitert und ein Modul hat neue Funktionen bekommen:
Das Modul "Kommentare" ist mit der neuen Version deutlich aufgewertet wurden. Bis dahin wurden hier die neuesten Kommentare angezeigt und sie waren verlinkt, so dass man in das Frontend des Blogs wechseln konnte. Ein Klick auf den Link "Alle anzeigen" führte in die Kommentarverwaltung.
Seit der Version 2.7 kann man Kommentare direkt auf dem Dashboard auch moderieren, also zurückweisen/genehmigen, bearbeiten, beantworten, als Spam deklarieren oder löschen.
Das Modul QuickPress bietet die Möglichkeit direkt vom Dashboard aus einen Artikel zu verfassen. Dieser kann dann veröffentlicht oder als Entwurf gespeichert werden. Der Editor entspricht dem Code-Editor (das Formatieren des Textes mit Tags ist also möglich), man kann Dateien einfügen und Tags vergeben. Allerdings ist das Auswählen einer Kategorie nicht möglich.
Dieses neue Modul zeigt einem direkt beim "Betreten" des Backends an, ob noch gespeicherte Entwüfre vorhanden sind an denen man evtl. weiter arbeiten wollte. Dies Anzahl der Entwürfe wurde bis zur jetzt aktuellen Version 2.7 zwar in dem Modul "Aktuell" mit aufgeführt, bekommen jetzt aber einen deutlich höhere Gewichtung. Nicht nur die nackte Anzahl ist sichtbar, sondern auch der Titel, der Anfang des Textes und das Datum der Erstellung. Ein Klick auf den jeweiligen Entwurf bringt einen sofort in die Bearbeitung solch eines Artikels.

Sticky – auf der Startseit halten
Seit der Version 2.7 kann man im Publizieren-Modul hinter dem Link "Sichtbarkeit" die Option Diesen Artikel auf der Startseite halten finden. Im Englischen wird dies wesentlich schöner und griffiger mit "sticky" beschrieben. Gemeint ist, dass ein Artikel aus dem normalen "Blogfluss" herausgehalten wird. Er rutscht nicht automatisch nach unten wenn neuere Artikel verfasst werden. Er bleibt immer als oberstes sichtbar und neuere Artikel reihen sich darunter ein.
Eine sehr praktische Sache – wie ich finde. So kann man bestimmte Artikel in den Fokus der Aufmerksamkeit der Besucher setzen. Um diesen Effekt noch zu unterstützen kann man diese Artikel auch speziell mit CSS formatieren. Näheres dazu findet man bei webdemar. Leider hatte ich noch keine Zeit das dort beschriebene selbst auszuprobieren.
Noch drei Hinweise:
Bei der neuen Version von WordPress haben die Entwickler mehrere Möglichkeiten geschaffen, so dass sich jeder Benutzer seine Adminoberfläche bzw. das Backend von WordPress zu einem großen Teil selbst einrichten kann. Neben der unterschiedlich einsetzbaren Navigation ist das die Anzeige von Modulen und Spalten auf den unterschiedlchen Seiten.
Fast alle Seiten haben im oberen rechten Bereich einen Link, der "Optionen einblenden" heißt. Klickt man darauf, öffnet sich ein Bereich, der einem die verfügbaren Module bzw. Spalten einer Seite anzeigt.
Duch Aktivieren oder Deaktivieren der entsprechenden Checkbox kann man nun bestimmen welches Modul man überhaupt angezeigt bekommen haben möchte. Auf Übersichtseiten, die tabellarisch aufgebaut sind (z. B. Artikel verwalten) beziehen sich die Checkboxen auf die Tabellenspalten. Sie können genau wie die Module ein- und ausgeblendet werden.
Bei Seiten mit Modulen hat man zudem noch zwei weitere Möglichkeiten sich im Backend gemütlich einzurichten:
Per Drag & Drop können die Module frei platziert werden. Möchte man ein Modul angezeigt haben, aber den Inhalt nicht immer präsent, so kann man die Module auch Minimieren. Dazu fährt man mit der Maus über die rechte obere Ecke eines Moduls. Dann erscheint ein kleiner Pfeil. Ein Klick minimiert das Modul bzw. maximiert es wieder.
Nicht neu, aber in diesem Zusammenhang doch erwähnenswert: Auf dem Dashboard können einige Module auch inhaltlich angepasst werden. Die Module, die Feeds beinhalten können z. B. mit anderen Feeds gefüttert werden. Ein Klick auf den "Konfigurieren"-Link bringt einen zu den Einstellungen. Der Link erscheint – so wie der Minimieren-Pfeil – erst wenn man mit der Maus über den Kopfbereich eines Moduls fährt.
In diesem Sinn: "Schraubst du noch oder bloggst du schon?"
Während in älteren Versionen von WordPress die Navigation im Kopfbereich angeordnet war und sich auf sieben Oberpunkte beschränkte, über die sämtliche Funktionen erreicht werden konnten, wurde die Navigation in der Version 2.7 vertikal am linken Rand angeordnet. Zudem wurden die Menüpunkte geändert, sie haben sich teilweise verschoben, es sind aber auch neue hinzugekommen. Hier ein Überblick über die Änderungen:
Nachtrag: je nach Übersetzungsdatei kann die Benennung der einzlenen Menüpunkte geringfügig abweichen. Etwas Aufklärung gibt es bei WordPress Deutschland zum Sprachdateien Wirrwarr

Navigation (alt - neu)
Die meisten organisatorischen Änderungen hat es in den Bereichen "Schreiben" und "Verwalten" gegeben. Die Menüpunkte sind jetzt nicht mehr nach der Tätigkeit sortiert, sondern nach dem worum es geht, also "Artikel", "Seiten", "Links" etc.
Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit Dateien hochzuladen ohne sie direkt in einen Artikel oder eine Seite einzubinden und so ist hier auch der neue Menüpunkt: "Multimedia » Neu anlegen" entstanden. Weitere neue Menüpunkte sind "Plugins » Neue installieren" und "Werkzeuge » Aktualisieren". Beides zwei völlig neue Möglichkeiten, die WordPress seit der Version 2.7 bietet. Über beide Neuigkeiten wird hier in Kürze ausführlicher berichtet werden.
Ausgelagert aus anderen Bereichen wurden die Menüpunkte "Benutzer » Neu anlegen" (früher integriert in "Benutzer » Autoren & Benutzer") und "Einstellungen » Multimedia" (früher integriert in "Einstellungen » Verschiedenes).
Neben dieser Neustrukturierung hat sich auch die Funktionalität des Navigationsmenüs geändert. Die komplette Navigation kann mit einem Klick auf Ihre Icons reduziert werden. Die Unterpunkte sind dann nur noch sichtbar, wenn man mit der Maus über das entsprechende Icon fährt.
Die Abbildung zeigt auf der linken Seite ein expandiertes Menü und auf der rechten Seite das Menü, reduziert auf die Icons.

Menü von WordPress 2.7
Die Kommentarfunktion in der neuen WordPress-Version 2.7 wird voraussichtlich zwei große Veränderungen erfahren. Zum Einen wird es möglich sein (für den Betreiber einer Website) Kommentare auch im Backend zu beantworten. Und diese Kommentare erscheinen “verschachtelt”, so dass genau ersichtlich ist auf welchen Kommentar geantwortet wurde.
Zusätzlich zu dieser Veränderung, wurde der Bereich der Diskussions-Einstellungen erweitert:
Hier kann man nun folgende Sachen zusätzlich einstellen:
Diese Einstellungen, die hier grundsätzlich gemacht werden, können jedoch für jeden Artikel individuell angepasst werden. Wobei diese individuellen Einstellungen für die Artikel noch nicht in der jetzigen WordPress-Version implementiert sind.